Vorbereitung: Bratenstück (am besten Schulter) mit möglichst dicker Schwarte kaufen und die Schwarte mit einem scharfen Messer (am besten Teppichmesser oder Rasierklinge) rautenförmig einschneiden, nicht ins Fleisch schneiden!
Braten mit der eingeschnittenen Schwarte nach unten für mindestens 2 Stunden (auch über Nacht) in kaltes Wasser legen. Achtung, nur schwartenhoch das Wasser geben, es sollte nicht das Fleisch berühren!
Zubereitung: Braten gut trockentupfen und die Schwarte kräftig mit Salz einreiben. Kümmel nach Geschmack dazu und ab in den vorgeheizten Potjie, zum rundherum (außer der Schwarte) Anbraten in Öl. Dafür braucht man viele Kohlen (Briketts) unter dem Pot, diese werden nach dem Anbraten reduziert bzw. auf dem Deckel verteilt.
Ein vorher stark gekühltes Dunkelbier (wichtig) langsam mit Salz anreichern (ca. 1 bis 1,5 Teelöffel auf den halben Liter) und ca. alle 15 Minuten zum Übergießen verwenden (Bier kalt halten!). Keine Brühe oder andere fetthaltigen Flüssigkeiten zum Übergießen verwenden, nur das gesalzene Dunkelbier.
Hitze nach dem Anbraten reduzieren auf ca. 5 Briketts unter dem Pot und ca. 10 Briketts in die Rille auf dem Deckel. Beim Öffnen und Übergießen kann man immer wieder kontrollieren und die Hitze nachregeln, es sollte immer Flüssigkeit unten im Pot sein. Die Kruste sollte aufgehen und dann auch Blasen werfen (Achtung nicht zu heiß, Braten braucht ca. 3 Stunden, lieber am Ende noch mal Gas geben für die Kruste, als sie schon zu früh schwarz werden zu lasssen).
Nach ca. 3 Stunden sollte sich eine dunkelbraune, leckere, knusprige Kruste auf dem Braten gebildet haben. Dann das Fleisch herausnehmen und in Alufolie eingewickelt mindestens 10 Minuten ruhen lassen, damit sich der Saft verteilen kann und beim Schneiden nicht heraus läuft.
Den Bratensaft im Potjie mit Wasser, evtl. noch Bier ablöschen und auf die gewünschte Menge bringen, aufkochen, eine halbe bis ganze Brezel in Stücken hineingeben und ca. 5 Minuten mitkochen lassen. Je nach Geschmack wieder herausfischen oder in der Sauce belassen. Mit Gewürzen abschmecken und falls erforderlich etwas andicken.
Dieses Rezept finden Sie in der FIRE&FOOD Ausgabe 2-09
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