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Ohne Einladung geht nichts... Die Jack Daniel's Barbecue Weltmeisterschaften 2003

Ohne Einladung geht nichts... Die Jack Daniel's Barbecue Weltmeisterschaften 2003

01.02.2003






Der Süden der USA war schon immer berühmt für seinen Whiskey, aber er ist auch bekannt für seine Liebe zum Barbecue. 1988 machte man sich bei Jack Daniel's Gedanken darüber, wie man sowohl die eigene Whiskey-Marke als auch das Städtchen Lynchburg mehr ins Rampenlicht der Öffentlichkeit bringen könnte. Viele der daraus resultierenden Ideen, mehr Besucher und damit auch mehr Einnahmen nach Lynchburg zu bringen, wurden verworfen, bevor man sich dazu entschied, dass eigentlich ein »Barbecue-Wettbewerb« ideal zum Image der Marke und der Stadt passen würde.

1989 fanden dann die ersten offenen »Jack Daniel's Barbecue-Weltmeisterschaften« in Lynchburg statt. Der Jack Daniel's Wettbewerb unterscheidet sich allerdings deutlich von anderen BBQ-Meisterschaften, da die US-Teams daran nur auf ausdrückliche Einladung hin teilnehmen können. Insgesamt finden in den USA jedes Jahr mehrere hundert BBQ-Wettbewerbe statt, wobei ungefähr rund einhundert davon Qualifikationswettkämpfe sind. Und die haben auch Einfluss auf die Jack Daniel’s Meisterschaften: Denn aus den Reihen der US-Teams werden nur diejenigen Teams eingeladen, die einen Wettkampf gewonnen haben, der vom Gouverneur des jeweiligen Staates zur »Staatlichen Meisterschaft« erklärt wurde. Oder sie müssen »Großmeister« einer Meisterschaft sein, an der mindestens 50 Teams teilgenommen haben. Um als Qualifikationswettbewerb zu gelten, müssen mindestens drei der folgenden Fleischkategorien angeboten werden: Schweineschulter oder dicker Bug, Schweinerippen, ein ganzes Schwein, Huhn oder Hühnerbrust.

50 Teams, manchmal auch mehr...
Die Jack Daniel's Barbecue-Weltmeisterschaft ist zwar keine Großveranstaltung im eigentlichen Sinn, dafür aber von hohem Prestigewert, da die teilnehmenden Mannschaften wirklich als die »Besten der Besten« gelten dürfen. Obwohl die angestrebte Teilnehmerzahl derzeit bei fünfzig Teams liegt werden es bei den 14. Weltmeisterschaften im kommenden Herbst bereits vierundfünfzig Teams sein, was in erster Linie an der wachsenden Zahl internationaler Teilnehmer liegt. In den Anfangsjahren der Meisterschaft kamen dagegen nahezu alle Teams aus den Vereinigten Staaten. Aber da Jack Daniel's Tennessee Whiskey längst in aller Welt getrunken wird, beschloss man vor einigen Jahren zukünftig auch internationale Teams zuzulassen und somit auch dem Namen »Weltmeisterschaft« besser gerecht zu werden. Im Oktober 2002 traten bereits zehn Teams aus sieben verschiedenen Ländern außerhalb der USA gegeneinander an. Die »Grand Champion International Division« – also das Siegerteam – kam dabei in diesem Jahr aus Jamaika.

BBQ-Küche auf höchstem Niveau
Am Anfang wollten viele der internationalen Teams lediglich nur Lynchburg besuchen und dabei ihren Spaß haben. In den letzten fünf Jahren aber setzen sich die Teams zunehmend aus Köchen, Chefköchen und berühmten Starköchen zusammen, die sich den »american way of barbecue« zu eigen gemacht haben, was bei den Jack Daniel's Meisterschaften das langsame Garen der Speisen bei niedrigen Temperaturen ausschließlich über Holz oder Holzkohleprodukten bedeutet.

Zusätzlich zu den genannten fünf Fleischkategorien (jedes Team muss vier davon erfüllen, um sich für den Weltmeistertitel zu qualifizieren), gibt es weitere Kategorien für Soßen, die einen gewissen Anteil an heimischen Produkten enthalten müssen und für Desserts. Die US-Teams haben eine zusätzliche Kategorie mit dem Namen »Der Chef entscheidet« zu Auswahl – sie gibt den Teams die Möglichkeit, Fleisch oder Beilagen nach eigener Wahl zu kochen. Die entsprechende Kategorie für die internationalen Teilnehmer heißt »Home Cooking' from the Homeland«.

Zuschauer im großen Stil
Zum alljährlichen Jack Daniel's Barbecue Event kommen nicht weniger als 20.000 Besucher aus allen Teilen der USA nach Lynchburg. Und natürlich werden sie immer wieder aufs Neue von den Einwohnern und Mitarbeitern der Jack Daniel's Destillerie gebührend empfangen. Dann stehen Besichtigungen der Brennerei auf dem Programm und der kleine Marktplatz der Stadt wird komplett für den Verkehr gesperrt. Er macht Platz für Verkaufsstände der ortsansässigen Gastronomie, der Handwerksbetriebe und der Gemeinde- und Schulorganisationen, die dann kräftig etwas für ihren Umsatz tun können.