5. World Barbecue Championships 2003 auf Jamaica - Barbecue bei 35 Grad im Schatten
19.09.2003
Vom 19. bis 21. September 2003 trafen sich 23 Teams aus 11 Ländern auf Jamaika. Nicht etwa, um das Naheliegendste zu tun, wie etwa zu baden, sich auszuruhen und die warme Sonne der Karibik zu genießen. Vielmehr waren Konzentration, Geschick und das richtige Händchen für die perfekte Garstufe gefragt. Schließlich ging es um nicht weniger als den Titel des »Barbecue World Champion 2003«.
Um es gleich vorwegzunehmen: Das belgische Team um Peter De Clercq und Timothy Bleeckx barbecuete sich auf Platz 1, Platz 2 ging nach Deutschland an das Team »Robert Meyer Catering« und Platz 3 eroberten sich die »Swedish Vikings« aus Schweden. Das Siegertreppchen denkbar knapp verfehlte das deutsche Team der »Erfurter Grillschule« um Hans-Joachim Fuchs: Die Erfurter landeten in der Gesamtwertung mit 1.128 Punkten nur einen Punkt hinter den »Swedish Vikings« mit 1.129 Punkten und somit auf dem vierten Platz. Da hieß es »cool bleiben«, auch bei 35 Grad im Schatten. Apropos: Wie grillt und arbeitet es sich eigentlich bei solchen Temperaturen? »Ganz gut! Wir hatten ja dieses Jahr die einmalige Möglichkeit, schon zu Hause mit ähnlichen Temperaturen in diesem Supersommer trainieren zu können«, erklärt uns Vizeweltmeister Robert Meyer aus Gronau. Ebenfalls sehr erfolgreich waren die Salzburger Barbecue Bulls aus Österreich. Obwohl es dem Team um Helmut Karl schlussendlich »nur« für Platz 5 der Gesamtwertung reichte, holten sich die diesjährigen Sieger des Schweizer Golden Cups und Dritten der Europameisterschaft in Ungarn nun auf der WM in Jamaika gleich zwei erste Plätze: nämlich in den Kategorien Seafood und Chicken. Damit sind die Barbecue Bulls die einzige Mannschaft, die in zwei der insgesamt fünf Kategorien die Nase ganz vorne hatte. Den Titel »World Champion in Ribs« holte sich das amerikanische Team der »Holy Cow Smokers«, Platz 1 in der Kategorie »Schwein« ging an das belgische Team und den Dessert-Gewinner gab dieses Jahr das Team »Danish Rotalbarby«.
Fantastische KulisseDass das Ambiente des diesjährigen Austragungsortes mit seinem karibischen Flair bei Teams und Zuschauern ebenfalls einen ersten Platz belegte überrascht wohl kaum: »Barbecue unter Palmen und wenige Schritte entfernt das türkisfarbene Wasser der Karibik – was will man mehr«, schwärmt Rolf Zubler, Präsident der World Barbecue Association. Das Sunset Beach Ressort in der Montego Bay auf Jamaika setzte in dieser Hinsicht sicherlich einen Glanzpunkt in der fünfjährigen Geschichte der Barbecue-Weltmeisterschaften. Rund 3.500 Besucher ließen es sich daher auch nicht nehmen, den Barbecuern aus aller Welt über die Schultern und in die landesüblichen Barbecue-Fässer zu gucken. »Zugegeben: An das Flair von Jamaika kommen wir natürlich in Deutschland nicht heran – aber vielleicht setzen wir mit ganz anderen Dingen ein Highlight bei der WM im kommenden Jahr,« sagt Joachim Labudka-Winkler, Geschäftsführer der German Barbecue Association in Hinblick auf die Barbecue-Weltmeisterschaft 2004 in Pirmasens. Dort sollen vom 4. bis 6. Juni bis zu 70 Barbecue-Teams aus aller Welt starten (siehe Seite 28).