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12. Deutsche Grillmeisterschaft 2007 in Gronau/Westfalen

12. Deutsche Grillmeisterschaft 2007 in Gronau/Westfalen

20.05.2007




Morgens um 7 Uhr ist die Welt noch in Ordnung – nicht so ganz jedoch für das Organisations-Team der German Barbecue Association e. V. (GBA). Manchen steckt noch die letzte Nacht in den Knochen, nach dem Open-Air-Konzert mit Johnny Logan und dem Rockorchester Ruhrgebeat wurde bis in die frühen Morgenstunden im VIP-Bereich gefeiert. Aber es hilft nichts: Viel Arbeit wartet an diesem Morgen des 20. Mai 2007 auf die Helfer rund um GBA-Vize Harald Hölzer und den GBA-Präsidenten Robert Meyer. Auch bei den Grill-Teams herrscht schon rege Betriebsamkeit.
Auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau bei Deutschlands erstem Rock´n´Popmuseum im westfälischen Gronau rauchen die ersten Smoker und auch die ersten Köpfe. Im Wettkampfbüro werden die Computer startklar gemacht, ihr problemloser Einsatz ist Bedingung für einen reibungslosen Ablauf der Meisterschaft. Einige Fernsehkameras fangen die Ruhe vor dem Sturm ein und platzieren sich bei „ihren“ Teams – Mannschaften, mit denen sie schon im Vorfeld Kontakt aufgenommen haben und die als Titelfavoriten gelten. Um 9 Uhr bildet sich eine lange Schlange am Informationsstand der GBA. 120 Juroren werden mit schwarzen Polo-Shirts eingekleidet und erhalten Jury-Ausweise. Nach ihrer offiziellen Vereidigung kann es losgehen: Die erste Wertung für die Kategorie „Bratwurst“ steht an. Auch die Besucher strömen jetzt verstärkt auf das Gelände, bis zum Ende des Events werden nach Angaben des Veranstalters, der GBA, an die 40.000 Menschen gezählt.

Leidenschaft und heisse K(S)ohle   
Das Grillen nicht nur mit Spaß sondern auch mit einer gehörigen Portion Leidenschaft verbunden sein kann, beweisen 25 Grillteams auf der 12. Deutschen Grillmeisterschaft. Mit Kreationen wie „Rockwurst“, einer Bratwurst in E-Gitarren-Form, oder „Rock am Ring“, bei der verschiedene Desserts ein Bananenschiffchen mit gegrillten Früchten garnieren, wird fantasievoll Bezug auf das Veranstaltungsgelände genommen.
Doch nicht nur kulinarisch müssen die Amateur- und Profi-Teams die Juroren beeindrucken, auch der Unterhaltungswert des Publikums fließt in die Bewertung ein und wird mit einer eigenen „Funwertung“ belohnt. Beim Team „Hanseatischer BBQ Club“ heizen neben den Barbecue-Geräten Go-go-Girls zu flotten Rhythmen dem Publikum ein, das Team „Virtual.Aero“ hat eine Cockpit-Crew am Grill und lässt von hübschen Stewardessen Probierhäppchen verteilen.   

Gaumenkitzel-Marathon und Promi-Grillen   
Fünf Gänge á elf Portionen (Bratwurst, Fisch, Huhn, Rind und Dessert) bruzzeln die Teams während des Wettkampfs. Ein Teil der Juroren verkostet direkt am Tisch, die so genannte Blind-Jury sitzt im Museum und probiert die Speisen, ohne zu wissen, von welchem Team die Grillspezialität stammt. Auch Prominente wie beispielsweise Axel Schulz und der Ex-Nationalfußballer Thomas Helmer nehmen bei den Grillteams Platz und lassen sich bewirten. Sie revanchieren sich allerdings zusammen mit Tanja Schumann, Nelly Marie Bojahr (amtierende Miss Germany) und Johnny Logan für die Gastfreundschaft der Teams, indem sie durch ein Wettgrillen auf der Hauptbühne mit Spaß und guter Laune die Wartezeit bis zur Siegerehrung verkürzen. Unter den fachmännischen Kommentaren und kritischen Augen von TV- und Star-Koch Stefan Marquardt müssen sie so schnell wie möglich die Kohlen zum Glühen bringen, um als erstes unter fünf verschiedenen Lebensmittel wählen zu dürfen. Die besten Anzündtechniken haben Tanja Schumann und Miss Germany auf Lager, sie greifen zu Schweinelendchen und Steak, für die Herren bleibt lediglich ein Steak, eine Banane und eine Ananas als „Trostpreis“ übrig. Zusammen mit einer Bratwurst sollen die ergatterten Lebensmittel zu kulinarischen Glanzleistungen gegrillt werden. Eine Publikums-Jury bewertet die Ergebnisse – und auch da liegen die Frauen wieder eindeutig vorne.

Das ist die Krönung …   
Dieser Trend wurde auch bei der anschließenden Siegerehrung bestätigt: Connie Brückner, die einzige Teamchefin unter den Profigrillern, kämpft nach zweimaligem Meisterschaftstitel in der Amateur-Liga zum ersten Mal mit ihrem Team „Landhaus Brückner – die Likedeeler“ als  Profi mit und kommt auf Anhieb auf den zweiten Platz. Platz Eins im Profi-Lager erzielen die „Bush-Food-Griller“ aus Baden-Württemberg, die somit den Weg für ihren Teamchef Peter Dölker freimachen für den Titel „Deutscher Grillkönig 2007“.
Die „Krönungszeremonie“, bei der alle Siegerteams noch einmal auf die Bühne kommen, um dem künftigen Grillkönig zu gratulieren, setzt den Schlusspunkt nach einem buchstäblich heißen Wochenende. Selbst der Wettergott scheint ein wenig durch die turbulente Veranstaltung ermattet zu sein – pünktlich zum Ende fallen die ersten Regentropfen…   



Das Siegerteam - die Bushfood-Griller




Reges Publikumsinteresse




Die Siegerehrung auf der Showbühne