Grillgeraete

Unterschiedlichen Grillgeräten-Typen

Kugelgrill:
Holzkohlegrills haben für viele Grill- und Barbecue-Fans den Vorteil des Ursprünglichen, daher hält der Boom von Holzkohlegrills unverändert an. Auch die meisten Kugelgrills werden mit Holzkohle befeuert, es gibt jedoch auch einige wenige Hersteller, wie beispielsweise Outdoorchef, die Gaskugeln anbieten. Die „Urkugel“ kommt aus dem Hause Weber und hat von Amerika aus die Welt erobert. Die Kugelgrills zeichnet die runde Form und der Deckel aus, wodurch mit ihnen direktes sowie indirektes Grillen möglich ist. Auch die beim Barbecue anfallenden Longjobs funktionieren hier gut – regelmäßiges Nachlegen von Brennmaterial vorausgesetzt. Für das Extra an Raucharomen gibt man einfach Holz-Chunks, -Chips oder -Pellets auf die Glut.

Rezepte: Chicken del Sol, Lammschulter


Gasgrill:
Gasgrills gibt es in den unterschiedlichsten Größen, vom einfachen Picknick-Grill bis zur fast kompletten Outdoor-Küche ist alles dabei. Sie werden in der Regel mit Butangas betrieben, manche lassen sich auch an der hauseigenen Gasleitung anschließen. Die Zündung erfolgt entweder manuell mit Streichholz oder Feuerzeug, per Piezozündung oder elektrisch. Gas als Brennstoff hat den Vorteil, dass sich die Gartemperatur sehr leicht steuern lässt. Zudem entwickelt sich beim Grillen deutlich weniger Rauch, als bei der Verwendung eines Holzkohlegrills, so dass die Nasen der Nachbarn geschont werden. Mit ihnen ist direktes und indirektes Grillen sowie Barbecue möglich, mit Holzchips oder Räuchermehl lassen sich auch aromatische Raucharomen erzeugen.

Rezepte: Bavette/Flanksteak mit gegrilltem Gemüse


Pelletgrills:
Pelletgrills funktionieren wie Gasgrills quasi auf Knopfdruck, nur dass sie Holzpellets statt Gas als Brennstoff brauchen. Diese werden Diese werden aus sortenreinen und unbehandelten Sägespänen unter hohem Druck und Wärme zusammengepresst – im Gegensatz zu den Pellets für Heizanlagen, die aus den unterschiedlichsten Holzabfällen gefertigt werden und somit zum Grillen ungeeignet weil unter Umständen gesundheitsschädlich sind. Es gibt die Pellets aus unterschiedlichen Holzarten wie Buche, Eiche oder Obsthölzer, so dass mit unterschiedlichen Holzaromen gearbeitet werden kann. Das Grillen selbst ist sehr unkompliziert, da eine Pelletfüllung meistens für mehrere Grilldurchgänge reicht und sich auch bei längeren Grill- oder Smokezeiten keine Gedanken über den Nachschub von glühenden Kohlen machen muss. Auch die Verwendung eines Grillanzünders entfällt, die Zündung erfolgt per Knopfdruck – allerdings ist dafür ein Stromanschluss notwendig. Eine Förderschnecke transportiert die Pellets zum Entzünden in die Brennkammer und ein Ventilator sorgt für den nötigen Sauerstoff. Das Verbrennen der Pellets erzeugt Hitze und Rauch, welche in den Garraum geleitet, das Gargut umhüllt und anschließend wieder abgeführt werden. Die Garkammer ist von der Brennkammer getrennt, es wird also indirekt gegrillt beziehungsweise gesmoked – einige Modelle ermöglichen mit dem passenden Zubehör auch ein direktes Grillen über dem Brenner.

Rezepte:


Smoker:
Der Offset Smoker ist die Königsklasse für Barbecue und Smoken und das richtige Gerät für alle, die herzhafte Raucharomen eines echten Holzfeuers bevorzugen. In der Funktionsweise typisch ist die Trennung von Feuerbox und Garkammer, die jeweils mit einer Klappe zur Zugregulierung ausgestattet sind. Dadurch wird das Grillgut indirekt gegart. Je dickwandiger diese Kolosse sind, desto stabiler lässt sich die Temperatur halten. Oft werden für die Befeuerung auch Holzkohlebriketts für die Grundtemperatur verwendet, für Temperaturspitzen und die Raucherzeugung werden dann Holzscheite aufgelegt. Mit einem Grillrost in der Feuerbox ist auch direktes Grillen möglich.

Rezepte : Burggrafs Beef Brisket, Pulled Pork, Pulled Gams & Edelweiss


Keramikgrill:
Diese Grills fallen mit ihrer prägnanten Eiform auf und werden meist mit Holzkohle befeuert. Mit ihnen ist direktes sowie direktes Grillen, Backen und auch Barbecue möglich. Eine sensible Luftsteuerung und eine gut isolierende Außenhaut aus dickwandiger Keramik oder doppelwandigem Metall, sorgen für eine gute Temperaturteuerung bei wenig Kohleverbrauch. Einziger Nachteil bei einem Keramikgrill ist, dass wenn man den Grill auf eine hohe Temperatur eingeregelt hat wie etwa zum Pizzabacken, man einige Zeit benötigt, bis der Grill wieder für einen Niedrigtemperaturjob zur Verfügung steht.

Rezepte: Ribeye-Steak „Bone In“ mit Sweet Taters, T-Bone Steak mit Pesto-Parmesan und Jam


Plancha:
Die traditionelle Plancha kommt aus dem südfranzösischen/spanischen Raum, ist aus 4 bis 8 mm dicken Stahl gefertigt und vorab von Herstellerseite häufig entweder mit Kohlenstoff ausgewalzt oder komplett in heißes Öl eingetaucht worden, um die Zeit, bis sie durch häufigen Gebrauch richtig eingebrannt ist, ohne Rost zu überstehen. Sie wird mit Gas oder Strom betrieben und ist so konstruiert, dass sie möglichst über die gesamte Fläche gleichstark beheizt wird. Um vom Plancha-Grillen reden zu können, braucht man konstante, vollflächige Hitze von etwa 300 °C. Durch die hohe Temperatur verdampfen Flüssigkeiten nicht sondern sammeln sich als Tropfen auf der heißen Platte – ähnlich einem verschütteten Wassertropfen, der von einem heißen Cerankochfeld abperlt. Bei diesem Prozess bleiben alle nicht-flüssigen Bestandteile, die Aromen, am Gargut haften. Sie geben also ihren Geschmack ab, aber „baden“ das Gargut dabei nicht. Da beim Plancha-Grillen zum Aromatisieren der Speisen viel mit Flüssigkeiten wie Fleisch- oder Gemüsebrühen, Marinaden und Soßen oder auch Sahne sowie Alkohol gearbeitet wird, besteht bei einem Zuviel an Flüssigkeit die Gefahr, dass das Gargut eher kocht als brät. Daher ist es erforderlich, dass nicht verdampfte oder aufgenommene Flüssigkeiten und Fette von der Platte abfließen können. Planchas sind für diesen Zweck mit einem Auffangbehälter oder einer Auffangrinne ausgestattet.

Rezepte: Plancha meets India - Mortabek Telor, Lammkoteletts in Minzmarinade




Feuerplatte:
Feuerplatten sind von Haus aus meistens aus dickem, hochwertigem Stahl gefertigt und bekommen ihre Patina erst durch längeren Einsatz. Ihre Grillfläche umschließt ein Holzfeuer in der Mitte. Dadurch erhält sie mehrere Temperaturzonen: Am inneren Rand liegt der Hotspot, je weiter die Grillfläche vom Feuer entfernt liegt, desto kälter wird sie.

Rezepte: Milchlamm mit Wildspargel, Forellenwickel




Dutch Oven / Black Pots:
Was für unsere Vorfahren im Zeitalter der Holzöfen noch ein alltägliches Gebrauchsgut war, hat in der europäischen Freizeitkultur mittlerweile einen Kultstatus erlangt. Man trifft immer häufiger auf die gusseisernen „schwarzen Pötte“: ob auf Mittelaltermärkten, bei diversen Outdooraktivitäten oder im heimischen Garten. Je nach ihrem Ursprungsland heißen sie Potjie (sprich Poikie), Dutch oder auch Camp Oven. In ihnen lässt sich über einem Lagerfeuer oder glühenden Holzkohlen vielseitig kochen, braten und backen. Das Gusseisen braucht zwar Zeit, um auf Temperaturen zu kommen, aber dafür hält es die Hitze umso länger und gibt sie kontinuierlich an das Gargut ab. Das Material gleicht die Temperaturunterschiede eines offenen Feuers sehr gut aus und lässt die Speisen gleichmäßig garen. Der schwere Deckel eines Black Pots verhindert, dass der sich beim Kochen entwickelnde Dampf entweicht. Somit schmort das Gargut im eigenen Saft. Zudem kann man Glut bzw. glühende Kohlen auch auf dem Deckel verteilen, so dass sich mit Unter- und Oberhitze kochen lässt. Die Patina, die sich mit der Zeit auf dem gusseisernen Kochgeschirr bildet, besteht aus einer Fettschicht, die das Gusseisen vor Rost schützt, ein Anbrennen der Speisen verhindert und für ein besonderes Aroma sorgt.

Rezepte: Buseca de Invierno, Lammhaxe aus dem Dutch Oven

Copyright 2019 FIRE&FOOD Verlag GmbH.
Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können.
OK!