Elektrogrills: Sinnvoll oder Sakrileg?
Inzwischen bietet nahezu jeder Hersteller mindestens ein Elektromodell an. Viele besitzen eine Größe, die sie gerade für den Balkon spannend macht.
Manche E-Grills werden wie gewohnt über einen Drehknopf geregelt, andere lassen sich per Touch-Bedienung gradgenau einstellen.
Der Grill an sich wird elektrischer. Doch ab wann ist das zu viel? Oder gehört dem Grillen mit Strom vielleicht sogar die Zukunft? – Von Markus Mizgalski
Machen wir uns nichts vor – „wahre“ Griller rümpfen beim Thema Elektrogrill seit Jahren erst einmal die Nase. Grillen heißt schließlich Feuer und Rauch. Zwar gehen Pelletsmoker und seit kurzem smarte Gasgrills in Ordnung, aber die benutzen den Strom ja nicht zum Heizen. Denn das hat dann in den Augen vieler nichts mehr mit Grillen zu tun – zumal sich hartnäckig das Gerücht hält, E-Grills hätten viel zu wenig Leistung. Nun sollten wir uns, bevor wir mit der eigentlichen Beurteilung von Elektrogrills beginnen, fairerweise eingestehen, dass auch ein moderner Gasgrill nur sehr wenig „Lagerfeuer-Mythos“ zu bieten hat. Bei gut eingestellten Brennern sind kaum Flammen zu sehen – und wird Char-Broils True Infrared-System benutzt, gar keine. Gleiches gilt für die Verwendung einer Plancha, wo die Brenner nur noch Hitzequelle sind. Insofern ist es also sinnvoll, das Ganze etwas weniger emotional und eher sachlich anzugehen.
Leistung als Problem
Grundsätzlich gilt, dass moderne E-Grills nichts mehr mit den Geräten gemein haben, die einige vielleicht noch aus den 1990ern vor Augen haben. Bei denen eine Heizspirale zwischen einem besseren Drahtrost und einer Wasserschale kaum in der Lage war, eine Wurst in akzeptabler Zeit zu bräunen. Wer heute ein Gerät wie beispielsweise einen Severin Sevo, einen Weber Lumin oder einen Eflow Pro 2 Turbo von Enders kauft, bekommt eine ganz andere Liga von Grill... DU MÖCHTEST WEITERLESEN?