Business-News: Fazit zur FIRE&FOOD BBQ WEEK

Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2025 ging die FIRE&FOOD BBQ WEEK auch in diesem Jahr wieder als Grillfachmesse an den Start. Um verstärkt Endverbraucher anzusprechen, wurde gemeinsam mit der WBQA eine Plancha-Europameisterschaft veranstaltet. Ziel war es, der Plancha als vielseitigem Grill- und Kochgerät mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen. Auf Anregung mehrerer Unternehmen wurde außerdem der Montag erstmals als zusätzlicher Fachtag angeboten.

Nach dem deutlichen Rückgang der Aussteller- und Besucherzahlen bei der spoga in Köln wurde FIRE&FOOD angefragt, eine Fachmesse zum früheren spoga-Termin auszurichten. Der Termin im September erschien sowohl für Händler als auch für einige Grillmarken besser geeignet. Für FIRE&FOOD hatte diese Anfrage zudem eine besondere Bedeutung: Vor 25 Jahren waren wir erstmals auf der spoga in Köln vertreten.

Seitdem hat sich viel verändert. Der Grillfachhandel entwickelte sich weiter, die Umsätze im Grillsegment stiegen kontinuierlich, und Grillen sowie BBQ erlebten einen anhaltenden Boom, der während der Corona-Pandemie seinen Höhepunkt erreichte. Mit einem breit aufgestellten Produktsortiment, generiert aus dem Angebot zahlreicher Grillmarken, ist der Grillfachhandel ein wichtiges Bindeglied zwischen Herstellern und Konsumenten. Auch die Hersteller sind sich in diesem Punkt weitgehend einig: Das Angebot hochwertiger Grillgeräte braucht einen leistungsfähigen Grillfachhandel. Doch dieser wird zunehmend kleiner. Ein preisaggressiver Onlinehandel und die anhaltende Kaufzurückhaltung der Konsumenten führen dazu, dass viele Grillfachgeschäfte nicht mehr rentabel wirtschaften können. Einige geben ihr Geschäft auf, andere lassen sich übernehmen.

FIRE&FOOD ist bereit, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Mit dem derzeit in Gründung befindlichen Verbund InterGrill wollen wir eine gemeinsame Einkaufs- und Marketingplattform für den Grillfachhandel aufbauen. Welche Herausforderungen damit verbunden sind, wurde bereits während der FIRE&FOOD BBQ WEEK deutlich. Obwohl der Handel einen solchen Verbund dringend benötigt und andere Branchen zeigen, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit funktionieren kann, verhält sich der Grillfachhandel bislang nur bedingt kooperativ. Sollte sich die derzeitige Abwärtsentwicklung im Fachhandel fortsetzen, wird es in Deutschland in wenigen Jahren nur noch eine überschaubare Zahl an Grillfachgeschäften geben. Auch ein großer Teil der Grillindustrie und ihrer Marken beobachtet diese Entwicklung mit Sorge. Umso bedauerlicher ist es, dass trotz großer Bemühungen nur wenige Unternehmen bei der FIRE&FOOD BBQ WEEK zum Austausch bereit waren. Positiv hervorzuheben ist unter anderem das besondere Engagement der Grillmarken Kamado Joe, Rösle, BSTRD, LotusGrill und Santos.

Konsequenzen für die Zukunft
Rückblickend auf die FIRE&FOOD BBQ WEEK müssen wir feststellen: Auf die alleinige Unterstützung des Grillfachhandels zu hoffen, ist nicht ausreichend. Deshalb werden wir dem Fachhandel mit InterGrill ein klares Angebot zur Teilnahme unterbreiten. Gleichzeitig wird sich das FIRE&FOOD Magazin nach 25 Jahren neu aufstellen, ebenso die FIRE&FOOD BBQ WEEK. Wir werden das Konzept weiterentwickeln und stärker auf die Anforderungen und Wünsche des Grillmarktes ausrichten.