Eier, wir brauchen Eier... Wissenswertes zum Welt-Ei-Tag!

Morgen, am 09.10., ist Welt-Ei-Tag. Der Welt-Ei-Tag findet jährlich jeweils am zweiten Freitag im Oktober statt und hat zum Ziel, auf die gesundheitlichen Vorteile von Eiern als Nahrungsmitteln aufmerksam zu machen. Der Welt-Ei-Tag wurde 1996 vom internationaler Verband der Eierproduzenten im Rahmen des Welt-Ei-Kongresses in Wien ins Leben gerufen. Grund genug, sich das „Ei“ mal genauer anzuschauen.

Sind Eier gesund?
Ja! Eier sind besser als ihr Ruf, denn sie stecken voller Nährstoffe. Neben Eiweiß steckt es voller Vitamine wie Vitamin D, B12, K und Biotin sowie Mineralstoffe, insbesondere Selen und Eisen. Gleichzeitig enthält ein Ei einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Ei enthält zwar auch Cholesterin, aber Forscher haben herausgefunden, dass der Verzehr eines Eis den Cholesterinwert sogar eher senkt. Nehmen wir den Stoff über die Nahrung auf, drosselt der Körper nämlich die Eigenproduktion. Eier machen außerdem schön! Sie sind reich an Vitamin B, Eiweiß und auch Schwefel im Eidotter, die wichtig für die Gesundheit von Haut und Haaren sind. Das in Eiern enthaltene Lecithin schützt die Darmschleimhaut und unterstützt die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit. Lecithin wiederum enthält Cholin, das auf unser Gehirn wie eine Art Treibstoff wirkt. Bereits zwei Stunden nach Aufnahme steigert sich die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses messbar. Eier machen lange satt und können dadurch beim Abnehmen helfen. Über den Tag verteilt essen wir nach einem Frühstück mit Eiern weniger. Außerdem beeinflussen Hühnereier unseren Hormonhaushalt. Das freigesetzte Hormon Adinopectin verstärkt die Wirkung des Insulins im Fettgewebe - sodass der Fettstoffwechsel richtig in Schwung kommt. Eier stärken das Immunsystem, denn sie liefern besonders hochwertiges Eiweiß (Protein), das für den Aufbau von Immunzellen und Muskeln gebraucht wird. Das Eigelb enthält Carotin, das die Körperzellen vor den Angriffen freier Radikale schützt. Eier, als natürliche Quelle für Vitamin D, stärken außerdem die Knochen und Zähne. Die in Eiern enthaltene Aminosäure (Eiweißbaustein) Tryptophan ist unmittelbar an der Bildung des Glückshormons Serotonin beteiligt und hebt unsere Laune. Eier machen also nicht nur gesund, sondern auch glücklich!

 

Weiß oder Braun?
Die Eierfarbe hängt nicht von der Farbgestaltung des Gefieders eines Huhns ab, sondern von der Farbe dessen Ohrscheibe. Hat das Huhn eine weiße Ohrscheibe, werden die Eier weiß, Hühnerrassen mit roten Ohrscheiben sind für braune Eier verantwortlich. Die jeweilige Farbe sagt nichts über die Qualität oder den Geschmack des Eis aus, doch Nordeuropäer bevorzugen eindeutig braune Eier. Aufgrund des Cholesteringehalts sollten Menschen mit einem gestörten Fettstoffwechsel oder erhöhtem Cholesterinspiegel Eier nur in Maßen essen. Eier liefern aber unserem Organismus viele lebenswichtige Nährstoffe. Dazu gehören die Vitamine A, B1, B2, B6, D, E und K sowie ß-Carotin und die Mineralstoffe Kalium, Eisen und Phosphor. Auch die Spurenelemente Kupfer, Mangan, Jod und Fluor sind für uns wertvoll. Das Eiweiß ist hochwertiger als das von Fisch oder Fleisch.

 

Mit Brief und Siegel
Ein Blick auf die Eierschale genügt, um zu erfahren, woher und aus welcher Haltungsform das Ei stammt. Die Kennzeichnung von Eiern mit einem Erzeugercode ist EU-weit verbindlich geregelt und folgendermaßen aufgebaut:

1) Code für das Haltungssystem:
0 = Ökologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung

2) Ländercode (Herkunft) – Zwei Buchstaben für den
EU-Mitgliedstaat, in dem das Ei produziert wurde:
z.B. AT = Österreich; BE = Belgien; DE = Deutschland; NL = Niederlande

Beispiel eines deutschen Erzeugercodes: 1-DE-0212341
1 = Haltungsform: Freilandhaltung, DE = Herkunft: Deutschland, 0212341 = Betriebsnummer, wobei die beiden ersten Stellen das Bundesland, die dritte bis sechste Stelle den Betrieb und die siebte Stelle den jeweiligen Stall identifizieren.

Zudem werden Eier in Güte- und Gewichtsklassen eingeteilt. Klasse A oder „frisch“ steht für Eier für den privaten Konsum, sie wurden weder gewaschen noch anderweitig haltbar gemacht oder gekühlt. Klasse B oder „Eier zweiter Qualität oder deklassiert“ sind nicht für den Endverbraucher, sondern für Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie bzw. sonstige Unternehmen bestimmt. Die Gewichtsklassen von Eiern reichen von klein „S“ bis zu „XL“ sehr groß. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) darf 28 Tage nach dem Legen nicht überschreiten. Letztes Verkaufsdatum ist der 21. Tag nach dem Legen. Bei Eiern der Güteklasse B wird statt des Mindesthaltbarkeitsdatums das Verpackungsdatum angegeben.

Es lohnt sich immer der genaue Blick auf das Ei – die Angaben auf der Verpackung können nämlich ganz legal in die Irre führen. Wurden die Eier in den Niederlanden produziert, muss das Ei auch dementsprechend mit NL gekennzeichnet sein. Erfolgen Sortierung und Verpackung der Eier aber in einem deutschen Betrieb, ist es rechtlich zulässig, die Verpackung mit DE zu kennzeichnen. In diesem Sinne: Augen auf beim Eierkauf!

Die Bundesländer haben folgende Kennung:

01 = Schleswig-Holstein
02 = Hamburg
03 = Niedersachsen
04 = Bremen
05 = Nordrhein-Westfalen
06 = Hessen
07 = Rheinland-Pfalz
08 = Baden-Württemberg
09 = Bayern
10 = Saarland
11 = Berlin
12 = Brandenburg
13 = Mecklenburg-Vorpommern
14 = Sachsen
15 = Sachsen-Anhalt
16 = Thüringen

Und wer morgen Lust hat, ein leckeres Rezept mit Ei zuzubereiten: Vorschläge gibt’s in unserer Rezeptdatenbank! Z.B. Egg-Benedict-Burger, Dry aged Tatar mit Ei, Italienische Parmesan Spiegeleier oder Gesmokte Deviled Eggs mit Garnelen.